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Final Call für Regisseur:innen

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Liebe Freunde und Kolleg:innen

Eine Schatztruhe wird geöffnet 

Fr 13. / Sa 14. / So 15. Februar + Fr 20. / Sa 21. / So 22. Februar
online von 15:00 – 17:30

mit Erfahrung aus erster Hand.

Jurij Alschitz, Meister der Schauspielerführung, hat über viele Jahre hinweg einzigartigen Probenmethoden entwickelt – hier wird er diese Methoden vorstellen, die an keiner Akademie gelehrt werden. Mit diesem in die Tiefe gehenden Kurs zeigt er verschiedene methodische Wege, wie ein Regisseur mit Schauspielern proben kann – welche Probenmethoden wann effektiv sind und wie sie sich gegenseitig ergänzen.
Obwohl sich dieser Kurs in erster Linie an Regisseur:innen richtet, ist er äußerst nützlich für Schauspiel-/Regielehrer:innen, und Theaterpädagog:innen  sowie Schauspieler:innen, die in vielerlei Hinsicht Regisseure ihrer eigenen Rollen sind und diese Arbeitsmethoden kennen sollten.

Probenmethoden für die Regieführung

Jurij Alschitz

Die wahre Kunst der Regieführung offenbart sich in der Befähigung, mit Schauspielern zu arbeiten.

Alle Probenmethoden lassen sich mit Schlüsseln vergleichen, mit denen man sozusagen einen Schau­spieler, eine Rolle oder ein Stück “öffnen” kann. Sie sind, wie alle Schlüssel, in vielerlei Hinsicht ähnlich, unterscheiden sich aber dennoch in einem entscheidenden kleinen “Zacken” und öffnen daher unterschiedliche Schlösser. Es gibt keinen Universalschlüssel für Shakespeare und Tschechow oder der zur Komödie und Tragödie, zu jedem Schauspieler und zu jedem Theater passt. Es gibt nur eine Aus­nahme – nämlich der Dietrich oder die Axt. Aber ich rate niemandem, Einbruch-Methoden anzuwenden.

Jeder Regisseur/Schauspieler muss mehr als eine Probenmethode beherrschen. Was bei einem Autor oder Schauspieler gut funktioniert, ist bei dem anderen Zeitverschwendung. Daher muss die Regie für eine gute Inszenierung verschiedene Methoden in Reserve haben, genauso wie die Schauspieler für ihre Rollengestaltung. Jede Methode erfordert Zeit und Übung, sie zu erlernen, damit sie in der Probenarbeit kreativ angewendet wenden kann. In diesem Kurs möchte ich vier Methoden für die Arbeit mit Schauspielern im Detail vorstellen; vier Schlüssel für den Zugang zu einem Stück oder eine Rolle.

Die folgenden Methoden habe ich in langjähriger Praxis entwickelt und in ihrer aktuellen Form noch nicht veröffentlicht. In diesem Seminar möchte ich sie an die nächste Generation weitergeben.

EINS

Die erste Methode nenne ich Graph-Methode oder auch Methode der Konstellation, die aus meiner praktischen Rollenarbeit mit Schauspielern hervorgegangen ist. Sie ist komplementär zu einer Methode, die ich als “Light-Touch-Methode” bezeichne, eine Arbeitsweise bei der durch sehr spärliche Impulse, die Kreativität der Schauspieler freigesetzt wird und das Material sich zunächst in alle Himmelsrichtungen öffnet und fragmentiert. Die Graph-Methode beinhaltet sowohl die Fragmentierung der Rolle und des Stückes, als auch neue Verbindungen in den verschiedensten Konstellationen durch eine Reihe von Übungen. Es ist eine spielerische Art mit Schauspielern zu arbeiten, die sich im wahrsten Sinne raumgreifend auswirkt – im Spielen und Denken.

ZWEI

Die zweite Methode nennt sich Storytelling. Das Erzählen einer Geschichte ist eine unserer ältesten Kulturpraktiken, die etwas in Vergessenheit geraten war. Heute spricht man hingegen allerorts von Narrativen und hat deren Rolle in Erkenntnisprozessen entdeckt. Ursprünglich habe ich diese Methode im Prozess der Rollenerarbeitung für Schauspieler verwendet, aber dann habe ich erkannt, dass sie auch für Regisseure sehr nützlich ist, um Szenen und auch eine ganze Aufführung zu erarbeiten. Also habe ich das Storytelling in eine sehr weitreichende Probenmethode mit facettenreichen Aufgaben und Übungen umgewandelt.

DREI

Die dritte Methode nenne ich Touché-Methode. Touché im Französischen, to touch im Englischen verweist auf die Form der Berührung. In der Musik ist die Art und Weise der Berührung der Tasten oder Saiten ausschlaggebend für die Stärke und Färbung des Klangs. Man spricht von der Kunst des Anschlags, die ein Instrument zum Leben erweckt. Im Fechten bedeutet „touché“, dass man seinen Gegner erfolgreich berührt hat, in der Malerei ist es eine besondere Art und Weise, wie Pinselstriche aufgetragen oder Farben geschichtet werden. Mit der Touché-Methode berührt der Regisseur das Material des Stücks durch eine Reihe von speziellen Übungen und Aufgaben – und diese leichten Impulse eröffnen eine neue Ebene: die des unsichtbaren Lebens der Aufführung.

VIER

Die vierte Methode trägt den Namen Big Bang-Methode. Hinter dieser vielversprechenden Art, mit Schauspielern zu arbeiten, steht die Idee der Urknalltheorie, aus der unsere Zivilisation, unsere Galaxie und das gesamte Universum entstanden sind. Ich dachte also, ich könnte diese kosmologische Methode auch nutzen, um eine Perfor­mance oder eine Rolle zu kreieren. Ein anderer Name für diesen Ansatz ist Methode der Explosion, denn es geht hier im Besonderen um die Akkumulation und Freisetzung künstlerischer Energie.

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Die Methoden überschneiden und ergänzen sich in vielerlei Hinsicht. Da Elemente der einen Methode auch in den anderen vorhanden sind, kann manchmal ein Tag ausreichen, um eine Methode zu erklären, während eine andere mehr Zeit zum Üben benötigt.

Als Grundlage für alle Beispiele und praktischen Aufgaben nehmen wir das Stück “Der Kirschgarten” von Anton Tschechow. Lassen Sie uns gemeinsam an demselben Stück arbeiten, aber mit unterschiedlichen Tonarten – und wir werden sehen, was passiert.

Ich würde mich freuen, Sie kennenzulernen und mit Ihnen zu arbeiten.

Anmeldung

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+49 30 612 87 274    |    akt.zent@berlin.de

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